Hessen: Übereifrige Polizei zerrt falschen Fahrer vor Gericht

Trotz völliger Unähnlichkeit, einem Alibi und in Abwesenheit sonstiger Hinweise auf seine Schuld zerrte die Hessische Polizei einen 79-Jährigen vor Gericht, weil er angeblich zu schnell gefahren sein soll. Das berichtet der Hessische Rundfunk online.  Laut des Berichts hatte die Polizei den Halter und mutmaßlichen Temposünder nicht zuhause angetroffen und kurzerhand den 20 Jahre älteren Nachbarn als den Schuldigen ausgemacht. Der Gerichtstermin dauerte dann auch nur einige Minuten, weil der ebenfalls als Zeuge geladene Halter eindeutig als der Mann auf dem Beweisfoto zu identifizieren war. Der eigentliche Täter blieb indes unbestraft.

Der einfache Grund: Die tat war zu diesem Zeitpunkt schon verjährt.

Das sagt bastelblitzer.de: Außer Kosten zu Lasten des Steuerzahlers, einigen schlaflosen Nächten für den betagten Beschuldigten und einem schlechten Image für die Polizei ist hier nichts rumgekommen. Ein gutes Beispiel dafür, wie es nicht laufen soll.

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