Was für ein Zufall: Er arbeitet bei einem privaten Blitzunternehmen, seine Frau beim Ordnungsamt

Schon wieder etwa Merkwürdiges, schon wieder aus Hessen: Wie die fleißigen Kollegen der HNA online berichten, kam es in der Gemeinde Lohfelden in der Vergangenheit mehr als einmal zu einer ganz besonderen Begegnung im Pkw, aus dem heraus die kommunale Geschwindigkeitskontrollen überwacht werden. Dort saß nämlich ein Ehepaar: Der Mann bediente für das private Messunternehmen im Auftrag der Gemeinde die Gerätschaften, seine Frau war als zuständige Beamtin als Aufsichtsperson vor Ort.

Dass die Eheleute in der Vergangenheit schon mehrfach nebeneinander im Messfahrzeug saßen, bestätigt dem Bericht nach die Gemeinde. Die Frau weist darin aber jedweden Verdacht, ihre Ehe könnte in irgendeiner Form Einfluss auf die Arbeit gehabt haben, von sich. Weder sei das Unternehmen “Saftey First” ausgesucht worden, weil die beiden verheiratet sind, noch bestünde die Möglichkeit,  Messungen vor Ort zu manipulieren.

Das sagt bastelblitzer.de: Natürlich gilt hier wie überall die Unschuldsvermutung. Aber:  Das Unternehmen Safety First ist kein unbeschriebenes Blatt, was  nicht sachgerechte und möglicherweise rechtswidrige Verkehrsüberwachung betrifft: Das Unternehmen ist das gleiche, dass auch in Kassel in einen Blitzerskandal verwickelt ist, bei dem es um bis zu 16000 zu unrecht kassierte Bußgelder geht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt laut der Fachzeitschrift AUTO BILD gegen den Geschäftsführer wegen gewerbsmäßigen Betrugs und Urkundenfälschung, einem Insider zufolge soll die Staatsanwaltschaft sogar schon Anklage erhoben haben. Wer mit so einer öffentlichen Hypothek belastet ist, sollte sich vielleicht wenigstens aus den Gemeinden raushalten, in denen die Angehörigen des eigenen Betriebs die Verkehrsüberwachung leiten. Das wäre nämlich ideales Futter für eine böse Unterstellung…

Anmerkung: Die Artikel zum Kasseler Blitzerskandal hat der Autor dieses Artikels selber recherchiert und verfasst.

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