4,1 Millionen Euro für den Landkreis Göttingen

Der Blitzer an der Werratal-Brücke bescherte dem Landkreis Göttingen (Niedersachsen) im Jahr 2015 etwa die Hälfte der insgesamt 4,1 Millionen Euro Einnahmen durch die Verkehrsüberwachung, so ein Bericht der HNA online. Die Anlage überwacht die Fahrtrichtung der A 7 in Richtung Norden, dort blitzte es durchschnittlich 132 Mal am Tag. Die Gesamteinnahmen bleiben damit in etwa auf Vorjahresniveau.

Das sagt bastelblitzer.de: Gerade die extremen Tempoüberschreitungen, die in dem Artikel erwähnt werden, zeigen zwei typische Punkte in der Berichterstattung über Geschwindigkeitsmessungen: 1. Diese Beispiele werden stets mit Begriffen wie “besorgniserregend”, “trauriger Spitzenwert” oder “Temposünder”. Gar keine Frage: Stimmt der Tatvorwurf, geht in diesen Momenten von diesen Fahrzeugen eine extrem erhöhte Gefahr für die Insassen und die der in der Nähe befindlichen Personen aus! Diese Fahrer kommen mit den derzeit vorgegebenen Bußgeldern und Fahrverboten noch viel zu günstig weg. Dennoch ist hier unter Anbetracht der Tatsache, dass vielerorts die Verkehrsüberwachung primär der Erzielung von Einnahmen dient und weniger der Verkehrssicherheit, Neutralität in der Berichterstattung geboten. Anderenfalls werden alle Autofahrer, die vielleicht vier oder fünf km/h über dem zulässigen Limit unterwegs waren, auf die gleiche Stufe wie diese vereinzelten Kriminellen gestellt. Nochmal: Wer – wie in dem Artikel als Spitzenwert erwähnt – mit 207 km/h statt der zugelassenen 100 km/h an einem erwiesenermaßen unfallträchtigen Autobahnabschnitt fährt, kommt mit 680 Euro Strafe und drei Monaten Fahrverbot noch viel zu glimpflich davon. Insbesondere ist die Geldstrafe viel zu niedrig, es ist nicht zu erwarten, dass sie einen erzieherischen Effekt hat. Diese Einzelfälle sollten aber nicht dafür herhalten, die autofahrende Bevölkerung zu einer wilden Horde von Rasern zu stigmatisieren.

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